Wie gehen Sie im Bewerbungsgespräch mit der Frage nach Ihren Stärken um?
Zunächst einmal tun Sie gut daran, sich Ihrer Stärken bewusst zu werden. Vielen Menschen kommen bei der Frage nach ihren Stärken zuerst ihre Schwächen in den Sinn. Wer zu lange über die Stärken-Frage nachdenken muss, der hat praktisch schon verloren. Denn er zeigt damit, dass er sich seiner Stärken nicht bewusst ist und sie im Umkehrschluss entweder nicht hat oder kaum praktiziert. Eine gute Vorübung als Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch kann insofern darin bestehen, eine möglichst lange Stärkenliste zu erstellen. Um tatsächlich auch alle Stärken aufs Papier zu bringen sollte man diese einige Tage lang schreibbereit mit sich führen. Sobald einem dann eine Stärke bewusst wird, hält man diese gleich schriftlich fest. Auch Gespräche mit Freunden und anderen Menschen, die einen gut kennen, befördern oft Stärken ans Tageslicht.
Welche Art von Stärken darf bzw. sollte man im Bewerbungsgespräch nennen?
Einerseits solche, die beruflich relevant und erforderlich sind. Oft will der Personalentscheider bewusst oder unbewusst auch etwas über die Privatperson des Bewerbers erfahren. Toll ist es, wenn man jetzt private Stärken anführen kann, die auch beruflich von großem Interesse sein können. Z. B. : "Früher lief ich Marathon und meine wichtigste Lektion bestand darin, mich im Durchhalten zu üben". Die Betonung liegt hier auf "früher" und "Durchhalten". Würde man nämlich immer noch Marathon laufen, könnte der Entscheider befürchten, dass man gelegentlich verletzungsbedingt ausfällt. Die Stärke des Durchhaltens ist bei sehr vielen Berufen gefragt.
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